Dampflokwerk in Meiningen
Das 1914 gegründete Dampflokwerk der Deutschen Bahn AG ist das letzte große Instandsetzungswerk in Deutschland für historische Dampfloks. Seitdem hat es seinen Standort als Eisenbahn-Hauptwerkstatt in Meiningen.
2008 wurde der „Adler“, die erste Lokomotive der Deutschen Bahn, hier neu aufgebaut, nachdem sie bei einem Brand im Nürnberger Museum für Industriekultur stark beschädigt wurde.
Nach dem II. Weltkrieg gewann das Dampflokwerk Meiningen für die Deutsche Reichsbahn zunehmend an Bedeutung.
Bis Ende der 70er Jahre wurde das Produktionsprofil des Werkes von der Dampflokinstandhaltung geprägt. Mit dem allmählichen Verschwinden der Dampflok aus dem Transportbetrieb der Deutschen Bahn veränderte sich auch das Profil des Werkes.
Neben
Hauptuntersuchungen an Dampflokomotiven werden nun auch Konstruktionsarbeiten
für Neuteile (z.B. Lokomotivkessel, Fahrzeugrahmen, Zylinder etc.) sowie
die Instandhaltung und der Neubau von Dampfarmaturen dem Dampflokwerk
Meiningen in Auftrag gegeben. Im Bereich der Fahrzeuginstandhaltung ist
das Werk außerdem für alle Schneeräumfahrzeuge der Deutschen Bahn AG zuständig.
Zu sehen sind im Dampflokwerk Meiningen jedoch auch noch ca. 150 nicht funktionstüchtige Lokomotiven, welche teilweise als Ausstellungsobjekte erhalten werden, teilweise aber auch nur aus Kostengründen zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht instandgesetzt werden können.
Jährlich jeweils am ersten Wochenende im September finden die Meininger Dampfloktage statt. Die Ausstellung von Dampfloks, Modellbahnverkauf, Vorträgen und vor allem die Möglichkeit, selbst einmal eine Dampflok zu fahren, locken jedes Jahr Tausende Besucher an.
Führungen in deutscher Sprache durch das Werk finden im Sommer jeweils am 1. und 3. Samstag sowie im Winter nur jeden 3. Samstag im Monat jeweils um 10.00 Uhr statt (in Englisch auf Anfrage, Übersetzer erforderlich).
Eine Führung dauert ca. 1 1/2 Stunden.
Anmeldungen sind nicht notwendig.
Zur Website des Dampflokwerk Meiningen

